TanzTheater Regenbogen 1981-2000

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1981 wagten Barbara Pietjou,  Arno Alderath und ich die Kulturfabrik Koblenz  als das damals 2. freie Kulturzentrum der BRD  aufzubauen. Es gab die bunte Vielfalt von Kleinkunstbühnen und freien Kulturzentren in privater Trägerschaft wie Heutzutage noch nicht. Als Künstler hatten wir eine Vison, die 10 Jahre später wie Pilze in allen Formaten aus dem Boden sprossten.
Für mich ergab sich mein eigener Weg zur Choreografin/Regisseurin. 19 Jahre habe ich mit meinem Mann Csongor Kölcze das freie Tanz-Theater Regenbogen in der Kulturfabrik Koblenz professionell aufgebaut und zum Erfolg geführt. Deutschlandweite Tourneen in Häusern von 600-2400 Zuschauern führten zu einem ungewöhnlichen Erfolg einer freien Tanztheater Gruppe. 15 Jahre lang alljährlich ca 40 Gastspiele ausserhalb von Koblenz; mit der eigenen Tanztheaterversion "Der Kleine Prinz" 200.000 Zuschauer.
Für meine künstlerische Arbeit erhielt ich 1998 den Kulturpreis der Stadt Koblenz.

 

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Jede einzelne Produktion brachte ich aus meinem Innersten in die äussere Form. Für die meisten Produktionen schrieb ich die Geschichte, sowie das Regiebuch, suchte die Texte und Musik aus, legte Schritt für Schritt die Choreographien fest und entwarf zu Beginn auch Bühnenbild, Kostüme und Lichtregie. Erst viele Jahre später, im Rückblick, erkannte ich meine Hochsensibilität, sowie die meines Mannes, die diese Lebensleistung überhaupt ermöglicht hatte - uns Beide jedoch leider in einen Burn Out führte.
KünstlerInnen, die uns über viele Jahre unterstützen und die ich hier gerne würdigen möchte: Rita Lussi war  in den erfolgreichen Jahren eine mir kompetente choreografische Assistentin und wichtige Unterstützung. Georgi Dawidoff und Anna Nedelewa waren langjährige Trainingsleiter. Inge Gies-Sommer, sowie Rie van Looken entwarfen und nähten für viele Produktionen Kostüme + Bühnenbild. Fotografisch begleitete uns zu Beginn über viele Jahre Wolfgang Horbert, es folgten Werner Schäfer und Thomas Zölle.
Michael Deuker von Depro Concerts ermöglichte uns die vielen Deutschlandweiten Tourneen.

TANZ-THEATER REGENBOGEN Produktionen

2000, „AMOR & PSYCHE“ ~ Individuationsprozeß

Musik: griechische Volksmusik, Georg Fr. Händel, Lifemusik
Besetzung: 7 Tänzer & 3 Musiker
Musiker: Brigitte Foerg, Csongor Kölcze, Nils Tannert
Tänzer:
Bärbel Stenzenberger, Jonathan Buckels,
Djaleh Parsa, Claudia Lichtwart-Seeliger, Pia Eitner, Ginger Salkin, Eva van der Zee.
Bühnenbild, Kostüme: Nana Prestel

 

1998, „Der sterbende Schwan, das häßliche Entlein - oder andere Selbsterfahrungs-Hits“

Musik: Saint Saens, Prokofiew, Dead can dance, Charlie Mariano & the Karnataka College of Percussion, David Hykes
"Der Schwan" Cello: Justus Grimm, Klavier: Florian Wiek
Poesie: Rabindranath Tagore
Besetzung: 5 Tänzer;
Emmanuel Coutant, Hélène Chevrier, Saskia Tindle, Raffaele Irace,

1997, „MOMO“ - Tanz-Theater nach dem Buch von Michael Ende

Premiere 12.6.1997 Festhaus Worms
Musik:
G.Rossini, Chick Chorea, Zap Mama, Astor Piazolla, Die Prinzen, Arvo Pärt, Steve Reich;
Besetzung 8 Tänzer:
MOMO: Emmanuelle Coutant
Beppo Straßenfeger: Marco Volta
Gigi Fremdenführer: Raffaele Irace
Meister Hora: Eleonora Demichelis
Die Graue: Hélène Chevrier
Puppe Bibigirl: Anne Poncet
Friseur Herr Fusi: Loic Salliot
Kassiopeia: Brigitte Uray
Kostüme: Inge Gies-Sommer
Bühnenbild: Nicolai Fadenhecht
Lichtdesign: Jörg Schuchardt

1996, „EIN MITT-SOMMERNACHTSTRAUM“ - nach William Shakespeare

Premiere: 8.11.1996 Kulturfabrik Koblenz
Musik: Mendelssohn-Bartholdy, Henry Purcell, Stephan Micus, Mickey Hart, Dead can dance, Brian Keane +
Omar Faruk Tekbilek
Besetzung 8 Tänzer:
Titania: Eleonora Demichelis
Oberon: Marco Volta
Puck + Zettel: Loic Salliot
Hermia: Anne Poncet
Helena: Hélène Chevrier
Demetrius: Erik Dahlmann
Naturgeister/Handwerker: Brigitte Uray, Heng-Li Chang, Hortense Lex
Kostüme: Inge Gies-Sommer  

1996, „BOLÉRO“ - das Klassik-Pop-Spektakel !

eine Co-Operation mit Richard Wester’s multimediales Orchester 9 Musiker
Musik: Maurice Ravel "Bolero"
Besetzung: 6 Tänzer
Daphne Strothmann, Marco Volta, Eleonora Demichelis, Loic Salliot,
Gesamtkonzept: Doris Schaefer

1995, „RETROSPEKTIVE“

Musik: diverse aus vorangegangenen Produktionen

Besetzung: 8 Tänzer

1994, „SCHUMANN ROMANZE“ - “Wenn Narziß Athena küßt”

Premiere 1994 Kulturfabrik Koblenz
Musik:
Clara und Robert Schumann
Pianist: Peter Kölcze
Besetzung 8 Tänzer
Clara + Robert als Kinder: Emanuelle Coutant + Anne Poncet
als Jugendliche: Djaleh Parsa
als Erwachsene: Daphne Strothmann
Robert: Steven Barrett
Mutter: Daphne Strothmann
Vater: Gwendal Katan
sowie: Caroline Riotte

Kostüme: Inge Gies-Sommer
Lichtdesign: Elke Müller
Ton: Hermann Brock

 

1993, „ECCE HOMO“ - Ballett-Theater m.d. Staatsorchester Rheinische Philharmonie

Premiere: 1993 Kulturfabrik Koblenz, Reprise: 11.9.94 Arena Auktionshalle Koblenz
Staatsorchester Rheinische Philharmonie (25 Musiker). Dirigent GMD Christian Kluttig

Musik: Charles Ives „unanswered question“, Arvo Pärt „Fratres“, Igor Strawinsky: Oktett für Bläser, Schostakowitsch:  Kammersinfonie Op. 110a,

Besetzung 8 Tänzer:
Daphne Strothmann, Djaleh Parsa, Anne Poncet, Emmanuelle Coutant, Steven Barrett, Valerie Mischler, Caroline Riotte, Fabrice Jucquois, Gwendal Katan.

Gesamtkonzeption: Doris Schaefer  

1992, „DER KLEINE PRINZ“ - „als hätte Exupéry sein Werk für das TTR geschrieben“

Premiere: 1994 Kulturfabrik Koblenz

Text: Antoine de Saint-Exupéry

Musik: George Winston, Carl Orff, Le grand bleu, LFO, J.S.Bach, Hildegard von Bingen

Besetzung 8 Tänzer:
Der Kleine Prinz: Anne Poncet, Emanuelle Coutant;

Rose: Esther Balfe, Djaleh Parsa, Clancy Sophie Rowe;

Fuchs: Steven Barrett, Marco Voilta;

Eitler: Steven Barrett, Loic Salliot;

König: Marco Volta, Loic Salliot, Fabrice Juquois;

Geschäftsfrau: Daphne Strothmann, Hélène Chevrier, Eleonora Demichelis;

Schlange: Daphne Strothmann, Eleonora Demichelis, Hélène Chevrier;

Pilot: Steven Barrett, Marco Volta

Kostüme: Inge Gies Sommer

Lichttechnik: Jochen Haase, Jörg Schuchard;

Ton: Hermann Brock;

1991, „ORDO VIRTUTUM“ - Hildegard von Bingen neu entdeckt

Premiere: 30.8.1991 Abteikirche St. Hildegardis Bingen
Eine Coproduktion mit Bernward Konermann’s Ensemble "Spiel der Kräfte"
Musik: Hans Kraus-Hübner Neukomposition, Hildegard von Bingen, alte Musik: Ensemble Michael Popp
Besetzung: 10 Tänzer, 7 Schauspieler, 21 Sänger, 11 Musiker
Tänzer: Anna Huber, Kevyn Smith, Elisabeth Bouza, Daphne Strothmann, Claudia Wetzel, Ulrike Hartrath,  Karen Blackburn, Marta Muinos, Veronique Dubin, Tracey Lorraine Packer, Claudia Lichtwart-Seeliger, Steven Barrett.
Kostüme: Inge Gies-Sommer

1990, „AHNUNG DER STILLE" - live minimal music and modern ballet

Premiere: 1990 Kulturfabrik Koblenz
Eine Coproduktion mit  Ulli Götte’s "Minimal Orchestra" Kassel, 12 Musiker
Musik: Ulli Götte "Parsek"+"Octogon"
Poesie: Rabindranath Tagore
Besetzung: 5 Tänzer
Barbara Pietjou, Daphne Strothmann, Doris Schaefer, Elisabeth Bouza, Ulrike Hartrath, Claudia Wetzel, Natan Gardah;
Kostüme: Inge Gies-Sommer
Bühnenbild: Rie van Looken
Lichtdesign: Marie Christin Brandy
Technische Leitung: Esther Baier

1987, „GNOM HURLIPUR“ - ein getanztes Märchen über Naturgeister und Menschen

Premiere: 12-1987 Kulturfabrik Koblenz
Breminale 1988,
Musik: Tschaikowsky, Mussorgsky, Mozart, Boccherini
Besetzung: 4 Tänzer + 1 Musiker
Csongor Kölcze, Karen Hall, Claudia Lichtwardt-Seeliger, Magdalena Padrosa, Edsel Scott,
Kostüme, Bühnenbild: Inge Gies-Sommer
Technische Leitung: Esther Baier

1987, „WO DIE ALTEN PFADE SICH VERLIEREN“ - Transformation

Premiere: 25.9.1987 Kulturfabrik Koblenz,
Documenta 1987, Berliner Festspiele 1987, Bonner Sommerfest, Tanztheater Festival Burgbrohl
Musik: Saxophon Mafia, Konrad Bauer, Jon Hassel, Joh. Seb. Bach Johannespassion
Poesie: Rabindranath Tagore
Tänzer: Karen Hall, Doris Schaefer, Magdalena Padrosa, Phillipe Blair, Edsel Scott.
Kostüme, Bühnenbild: Rie van Looken
Technische Leitung: Esther Baier

1986, „SOLO - PLUS“ - ein Solo-Duett

Eine Coproduktion mit Ray Philips "YNO-Tanztheater", Zürich
Musik: Jon Hassel, Carnataka College of Perkussion.
TänzerInnen: Gaby Gaugler und Doris Schaefer
Bühnenbild: Rie van Looken

1985, „DER SEELE IST VON SCHRECKEN ANGST UND BANGE“ - Schöpfung und Wissenschaft

Premiere 1985 Kulturfabrik Koblenz
Musik: Brian Eno, Miles Davis, Keith Jarrett, David Moss, Cassiber
Besetzung 5 Tänzer
Barbara Pietjou, Doris Schaefer, Elisabeth Herrmann, Karen Hall, Claudia Lichtwardt-Seeliger, Arno Alderath,
Klaus-Jürgen "Knacki" Deuser
Technische Leitung: Esther Baier

1984, „ACH WELCH WUNDERBARE TRÄUME“

Premiere: Kulturfabrik Koblenz
Musik: Nina Hagen, Meredith Monk, Keith Jarrett
Texte: Katherine Mansfield
Besetzung: 4 Tänzer
Barbara Pietjou, Doris Schaefer, Elisabeth Herrmann, Arno Alderath
Technische Leitung: Esther Baier

1982, „TANZ UND POESIE ... UND BIN GLÜCKLICH ODER NICHT“

Musik: Keith Jarrett, Nina Hagen, Temptation, Wolfgang Düren, Luciano Berio
Poesie: Monika Schaefer, Rabindranath Tagore
Besetzung: 4 Tänzer
Anna Nedelewa, Barbara Pietjou,  Doris Schaefer, Arno Alderath.
Technische Leitung:: Esther Baier

Auszug Pressekritiken

Die Presse schreibt:

Die Fachpresse:

„Ihr Tanz hat das Psychologische überwunden, ist Entsprechung geistiger Inhalte und dies in einer sehr durchdrungenen in aller Losgelöstheit sehr disziplinierten Körpersprache. Die Fähigkeit, Inhalte in eine klare und eindeutige Bewegungssprache zu transformieren, verleiht ihrer Arbeit eine Intensität und Überzeugungskraft, der sich weder die Tänzer noch das Publikum entziehen können.“
„In der unverkrampften lebensbejahenden Selbstverständlichkeit sind Doris Schaefers Choreographien ein Lichtblick in der noch immer vorherrschenden Masse problembehafteter Tanztheaterstücke“
Dr. Johannes Odenthal Tanz Aktuell, 2/88

„Die frühere Solistin in Maurice Béjarts ‘Ballett des 20. Jahrhunderts’ vermag choreographisch so gut zu erzählen, daß es oft gar keiner Worte bedarf“
Ballett-Journal, 6/95

„Das Tanztheater Regenbogen zeigt die Möglichkeit auf, dem Tanz ein breiteres Publikum zu erschließen“
Ballett International, 1/95

„Tänzerisch hat das Tanztheater Regenbogen ein Niveau erreicht, das bei freien Truppen hierzulande die absolute Ausnahme darstellt“
Ballett-Journal, 1/95

„Tänzerische Präzision und feinnervige Musikalität gemahnen mehr an die Disziplin des Balletts als an das oft genug unfreiwillige laissez-faire mancher freier Tanztheater-Macher, stehen weit über dem dort üblichen Standard“
Ballett International, 1/95

Die Tagespresse:

„Selten gelingt eine Aufführung, der man sich so entspannt hingeben, die man mit allen Sinnen genießen kann, wie die des Tanztheater Regenbogen“
Neue Westfälische, 14.1.94

„Eindrucksvolle Bilder eines getanzten Lebensgefühls“
Cuxhavener Nachrichten, 14.7.88 

„Tanz aus ganzem Herzen“
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 1.7.89

„Tanztheater in höchster Vollendung.  Attraktive Mischung aus Musik, Sprache und Tanztheater“
Neue Westfälische, 11.1.95

„Phantastisches Meisterwerk“
Pirmasenser Zeitung, 13.6.96

„Poesie in zauberhaften Tanzbildern“
General Anzeiger Bonn, 8.5.93

„Dieser Abend dürfte als einer der lohnenswertesten im Friedrichshafener Graf-Zeppelin-Haus im Gedächtnis bleiben“
Schwäbische Zeitung, 6.2.95

„Eine perfekte Symbiose aus Schauspiel und Tanz“
Trierer Volksfreund, 6.6.96 

„Einfühlsam und ausdrucksstark“
Mainzer Allgemeine, 24.5.96

„Das Tanztheater Regenbogen wäre nicht das Tanztheater Regenbogen, würde es seinem Namen nicht alle Ehre machen“
SüdWestFunk, 14.9.94 

„Die Leichtigkeit und nie nachlassende Spannung, mit der das Ensemble das Publikum bis zum Schluß in Atem hielt, überzeugte restlos“
Mainzer Rhein-Zeitung, 25.5.96

„Schöne Bühnenbilder, hervorragendes tänzerisches Können und eine ausgezeichnete Choregraphie“
Express Bonn, 10.12.93

„Erholung für Augen und Gemüt“  
Allgemeine Zeitung Bingen, 17.5.93

 

Impressionen

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