Kinesiologie

Der Begriff Kinesiologie basiert auf dem griechischen Wort Kinetik = Lehre von der Bewegung durch Kräfte und gehört zu den Methoden der Bioenergetik.

Durch das Testen der einzelnen Muskeln, wie es in der Kinesiologie gehandhabt wird, ist es möglich, direkt Informationen über den Körper und das Unbewußte zu erhalten und mit ihnen zu arbeiten. Grundwerkzeuge der Kinesiologie sind der Muskeltest und die Möglichkeit der Streßablösung, die sogenannte Balance.

Mit Hilfe des Muskeltests, mit dem wir den Körper abfragen, sind wir in der Lage, Ursachen von Stress und Blockaden herauszufinden. Dies ist möglich, da Erfahrungen und Informationen, die wir im Laufe unseres Lebens gesammelt haben, in unserem Gehirn, unserem Körper, der Muskulatur, den Organen, in den Zellen gespeichert sind.

Hierbei kommen in der Kinesiologie folgende Faktoren zum Tragen:

  • Das Nervensystem, wo schnelleitende Nervenfasern jede Information über das Rückenmark ans Gehirn weitergeben
  • Die Integration beider Gehirnhälften, die unterschiedliche Funktionen haben, allerdings in der Regel ungleichgewichtig ausgebildet sind; sowie die Balancierung des Vorderhirns (Kreativität und Erlernen von Neuem) und des Hinterhaupthirns (Überlebensmodus, traumatische und glückliche Erfahrungen)
  • Unser Energiesystem, um energetische Unausgewogenheit im Meridiansystem mit ihrem organischem Bezug aufzuspüren

 


„Physiologisch weiß man heute, daß der Unterschied zwischen einem starken und einem schwachen Muskel durch das autonome Nervensystem bewirkt wird, das einen direkten Bezug zum Hypothalamus (Speicher der Erfahrungen) hat. Dadurch ist eine direkte Kontaktaufnahme zum Unterbewußtsein möglich. Über den Muskeltest kann der Tester also in einen Dialog mit dem Unbewußten treten. Ursprüngliche traumatische Erfahrungen die verdrängt wurden, können so ans Licht gebracht werden.

Durch das Wiedererinnern können die damit verbundenen aufgestauten Gefühle entladen werden.“

— Dr. med. Klinghard


Schmerzhafte, angstbesetzte Erfahrungen leben im Unbewussten weiter und bestimmen unsere gegenwärtigen Reaktionen mit. Wenn unser bewußtes Denken im Gegensatz zu unserer wesentlich stärkeren unbewußten Realität steht, dann entsteht Selbstsabotage, Unentschlossenheit, Versagen, Verwirrung, Selbstzweifel.

Der Muskeltest kann diese vergangenen abgespeicherten Erlebnisse und Glaubenssätze, die daraus entstehen aufdecken.

Mit Hilfe der kinesiologischen  Balance können wir den Stress, der mit diesen vergangenen Erlebnissen verhaftet ist ablösen und haben dann die freie Wahl, wie wir uns in Situationen verhalten, die sonst auf Grund von emotionalem Stress blockiert sind.

Für die Balancierung verwendet die Kinesiologie verschiedene Ablösungsverfahren;  z.b. Reflexpunkte am Kopf, die bei Berührung dem Gehirn mit Hilfe des Nervensystems den Auftrag geben, Veränderungen im vaskulären System (Durchblutungssystem) durchzuführen.

Für den künstlerischen Beruf bietet die Musik-Kinesiologie nicht nur die Ablösung von Glaubensmustern die natürlich u.a. unsere künstlerische Arbeit ganz entschieden beeinflußen, sondern auch die Optimierung physischer Leistungen.

Themen wie Kreativität, Bühnenenergetik, Lampenfieber, technische Schwierigkeiten, Ausdrucksblockaden, Konkurrenzangst, schöpferisches Schaffen, das gesunde Verhältnis zu Kritik und Selbstkritik können kinesiologisch bearbeitet bzw. entstresst und ausbalanciert werden. Neben dem jeweiligen Instrument des Künstlers werden zur Balance die verschiedensten kreativen Mittel verwendet, wie Farben, Stimme, Darstellung, Bewegung, Klang, Vorstellungskraft und Mudras (Handgesten).

Die Musikkinesiologie ist auf alle Bereiche künstlerischen Ausdrucks anwendbar - Tanz, Musik, Schauspiel, Gesang, bildnerische Künste - für Profis sowie Amateure. 

Quellenangabe: „Musik-Kinesiologie“ Sonnenschmidt / Knauss;   „One Brain“ Stokes / Whiteside;  „Lehrbuch der Psychokinesiologie“ Dr. med Klinghard  

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